Erste Vollerhebung zur Nutzung von Social Media Plattformen durch Schweizer Spitäler

Erste Vollerhebung zur Nutzung von Social Media Plattformen durch Schweizer Spitäler

Die Nutzung von Social Media Plattformen ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft etabliert. Zunehmend werden die Technologien auch in sensitiven Kontexten wie dem Gesundheitssektor eingesetzt. Es gibt viele gute Gründe für Schweizer Spitäler, sich mit der eigenen Präsenz in Social Media Plattformen zu befassen. Einerseits gelten Social Media als umfassendes Medium für Organisationen, um mit einem Grossteil der Bevölkerung in direkten Kontakt zu treten. Andererseits nimmt der Anteil der Schweizer Bevölkerung, der in Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv ist, weiter zu. Vor dem Hintergrund, dass ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung seine Informationen zu Gesundheitsthemen aus dem Internet und via Social Media bezieht, gewinnt das Thema bei Spitälern zunehmend an Bedeutung.

Facebook, Linkedin und YouTube vorne

Zwar gibt es bereits Best Practice Untersuchungen und Gestaltungsempfehlungen aus dem Spital-Marketing zu dem Thema. Eine systematische Vollerhebung aller Schweizer Spitäler zu deren Social Media Aktivitäten lag allerdings bislang nicht vor. Der Forschungsbericht «Nutzung von Social Media Plattformen durch Schweizer Spitäler – Eigene Accounts, Nutzungsintensitäten und Reichweiten» verfasst im Rahmen des Forschungsfelds Digitale Strategien am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship (SIFE) der HTW Chur soll dazu beitragen diese Lücke zu schliessen. Hierzu wurde untersucht, inwieweit Schweizer Spitäler eigene Accounts in Social Media Plattformen betreiben, wie intensiv Spitäler in diesen kommunizieren und welche Reichweite dadurch generiert wird. Die Analyse zeigt, dass ein Grossteil der Schweizer Spitäler auf Social Media vertreten sind, wobei Facebook mit 93 Prozent, LinkedIn mit 66 Prozent und YouTube mit 58 Prozent die dominierenden Plattformen sind. «Der Forschungsbericht unterstreicht die Relevanz von Social Media Aktivitäten für Spitäler in der Schweiz und soll in einem ersten Schritt dazu beitragen, dass Schweizer Spitäler besser abschätzen können, wo sie mit ihrer eigenen Social Media Präsenz im nationalen Vergleich stehen», so Sebastian Früh, Projektleiter am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship (SIFE). «Darüber hinaus bieten die Ergebnisse eine fundierte Grundlage, eigene Social Media Aktivtäten besser strategisch planen zu können», ergänzt Früh.

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Der Forschungsbericht wurde im Rahmen eines von der InnoSuisse geförderten Projekts erstellt und beinhaltet eine Vollerhebung zu den Social Media Aktivitäten zu allen auf der BAG-Liste (Bundesamt für Gesundheit: «Kennzahlen der Schweizer Spitäler») aufgeführten Spitalorganisationen. Die finale Datenerhebung wurde im September 2018 durchgeführt. Der Bericht steht unten in dieser Meldung kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Forschungsfeld Digitale Strategien

Das Forschungsfeld Digitale Strategien beschäftigt sich mit Strategien für Produkte und Leistungen, die sich im Spannungsfeld zwischen Offline und Online ergeben. Hier geht es darum, Unternehmen und Organisationen in ihrer jeweiligen Situation und Branche zu erfassen und im Einklang mit den Chancen und Herausforderungen in der internen und externen Digitalisierung wertschöpfende Entwicklungspfade zu erarbeiten. Das Forschungsfeld wird durch das Schweizerische Institut für Entrepreneurship (SIFE) der HTW Chur bearbeitet.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Sebastian Früh, Projektleiter im Forschungsfeld Digitale Strategien
Tel.: +41 (0)81 286 3747
Email: sebastian.frueh@htwchur.ch

8. November 2018 |Newsticker, Onko-Newsticker|