Berufskrankheit Heller Hautkrebs
Prof. Dr. Peter Elsner von der Universitäts-Hautklinik Jena gibt auf der 50. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft bekannt, dass im Jahr 2017 mehr als 6.000 Fälle von hellem Hautkrebs an die Unfallversicherungen gemeldet und fast 4.000 als Berufskrankheit anerkannt wurden. Die Dunkelziffer sei deutlich höher, denn nicht alle Betroffene stellten sich bei ihrem Hautarzt vor. Etwa drei Millionen Menschen arbeiten deutschlandweit im Außenbereich und sind täglich den krebsauslösenden Einflüssen der Sonne ausgesetzt. „Eine regelmäßige dermatologische Untersuchung ist bei allen Outdoorworkern zu empfehlen“, so Prof. Dr. Elsner. Im Falle einer Diagnose kann dann eine Meldung an die gesetzliche Unfallversicherung erfolgen. Denn nur wenn diese über eine Erkrankung informiert wurde, kann die Berufskrankheit anerkannt werden.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung
Sobald die Berufskrankheit anerkannt ist, erfolgt die Behandlung lebenslang zu Lasten der gesetzlichen Unfallversicherung. Deren Leistungen sind umfangreicher als die der gesetzlichen Krankenversicherungen. In schweren Fällen können Betroffene auch eine Rente der Unfallversicherung erhalten.

Anzeige

Mehr Sonnenschutz im Beruf
Für einen besseren Schutz der Risikogruppe fordert Prof. Dr. Elsner vermehrte Anstrengungen zum Sonnenschutz im beruflichen Bereich. Dies könne durch technische Maßnahmen wie Beschattungen erfolgen, aber auch durch textilen Sonnenschutz und geeignete Sonnenschutzpräparate. „Viele Unternehmen haben die einfachen Möglichkeiten zur Hautkrebsprävention noch nicht erkannt, geschweige denn umgesetzt“, meint Prof. Dr. Elsner.

Hellen Hautkrebs erkennen
Der helle Hautkrebs zeigt sich bereits lange in einer Vorstufe mit Rötungen und Schuppungen an Hautbereichen, die intensiv der Sonne ausgesetzt sind, also im Gesicht und auf den Handrücken. Diese sogenannten aktinischen Keratosen können später in invasive Plattenepithelkarzinome übergehen. Sie können Knoten oder Geschwüre bilden und über Tochtergeschwülste auch tödlich verlaufen. Für die aktinischen Keratosen stehen Hautärzten wirksame medikamentöse Therapien zur Verfügung. Haben sich bereits Plattenepithelkarzinome entwickeln, muss meist operativ behandelt werden.

Deutsche Dermatologische Gesellschaft
Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der deutschsprachigen Dermatologen mit mehr als 3.700 Mitgliedern. Sie ist gemeinnützig und fördert Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Dermatologie und ihrer Teilgebiete. Die DDG bemüht sich zudem um die Förderung der klinischen und praktischen Dermatologie, Allergologie und Venerologie sowie ihrer konservativen und operativen Teilgebiete. Hierzu dienen z. B. die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, insbesondere von wissenschaftlichen Kongressen sowie die Publikation von Tagungsberichten, die Anschubfinanzierung und Förderung von Forschungsvorhaben. Darüber hinaus fördert die DDG nationale und internationale Wissenschaftler sowie wissenschaftliche Einrichtungen im deutschsprachigen Raum durch die Vergabe von Forschungsgeldern sowie Stipendien.

Eröffnungsveranstaltung der 50. DDG-Tagung
Die Eröffnung der 50. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zum Internationalen Tag der Hautgesundheit findet am 1. Mai 2019 von 18 bis 21 Uhr im Marshall Haus statt. Für weitere Auskünfte stehen die DDG-Geschäftsstelle und die DDG-Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

Kongressprogramm
Das Kongress-Hauptprogramm ist abrufbar unter:
https://www.derma.de/fileadmin/derma/veranstaltungen/ddg-tagungen/DDG2019_Hauptprogramm_Internet.pdf
oder als App kostenfrei erhältlich in jedem App Store:
https://www.derma.de/de/fuer-aerzte/50-ddg-tagung/programmapp/

Hinweise für Pressevertreter:
Zu diesen Themen sind Pressemitteilungen zu Beginn der Tagung abrufbar:

1. Mai 2019: Internationaler Tag der Hautgesundheit
Eröffnung der 50. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Berlin

Expertinnen und Experten für seltene Erkrankungen der Haut
Forum „Seltene Erkrankungen der Haut“ präsentiert sich auf der 50. Tagung der DDG

Fortschritte beim Steuerungsmolekül bei Allergien durch die dermatologische Forschung identifiziert

4.000 Fälle berufsbedingter Hautkrebs
Hohe Dunkelziffer bei hellem Hautkrebs

Neues zu blasenbildenden Autoimmunerkrankungen der Haut
Deutsche Dermatologische Gesellschaft präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse

Neue Therapiestrategien bei Hautkrebs in Deutschland
Vorstellung auf der 50. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft

Entwicklung von Hautinfektionen
Breitbandantibiotika begünstigen Wachstum resistenter Bakterien

Notwendigkeit und Bedeutung der Proktologie in der Dermatologie
Die Folge von Wartezeiten in der Hautarztpraxis für die Proktologie

Wenn Sie Ihre Berichterstattung mit einem Expertengespräch ergänzen möchten, stellen wir gerne einen Kontakt für ein Interview her. Rufen Sie uns an: Tel. 030-246253-38 oder 0176-62543711.
Die DDG unterhält während der Tagung im Berliner CityCube eine Pressestelle, die von 9 bis 17 Uhr besetzt ist.

Akkreditierung zur 50. DDG Tagung:
Das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Internetseite https://www.derma.de/de/fuer-aerzte/50-ddg-tagung/registrierung/. Dieses senden Sie bitte ausgefüllt und unterschrieben an folgende E-Mail-Adresse: registration.berlin@mci-group.com
Bitte vermerken Sie handschriftlich, dass Sie sich als Pressevertreterin oder Pressevertreter akkreditieren möchten. Es fallen dann keine Tagungsgebühren für Sie an. Senden Sie am besten gleich den digitalisierten Presseausweis mit!

Kontakt
Jenny Kocerka
Geschäftsstelle der DDG
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
E-Mail: j.kocerka@derma.de
Tel.: 030/246253-38
Fax: 030/246253-29
Mobil: 0176-62543711

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Peter Elsner
Mitglied des Präsidiums und Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit
der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)
Direktor der Klinik für Hautkrankheiten
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 937 350
Fax: 03641 937 418
E-Mail: elsner@derma-jena.de