Im dritten Teil der Romanreihe um Jenny Aaron setzt diese ihre Hoffnungen in eine neue Therapie, die ihr das Augenlicht zurückgeben soll. Unterstützt wird sie dabei von Professor Thomas Reimer, der die Polizistin schon in den vergangenen Werken der Trilogie medizinisch und psychologisch betreut hat. Sowohl den Professor als auch die neue Behandlungsoption gibt es wirklich. Das Alter Ego von Professor Reimer ist der Magdeburger Psychologe und Hirnforscher Prof. Bernhard Sabel. Dieser hat neuartige Therapieverfahren bei Sehbehinderungen oder Teilblindheit entwickelt. In einem ganzheitlichen Ansatz kommen dabei Mikrostrombehandlung und Maßnahmen zur Stressreduktion zum Einsatz, wie Entspannungsmethoden und psychotherapeutische Behandlung.

„Die neuen Behandlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Sehleistung könnten den mehr als 100 Millionen Menschen helfen, die weltweit an einer Teilblindheit leiden“, erklärt Prof. Sabel. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie das Gehirn dem Auge helfen kann, selbst dann zu sehen, wenn das Nervengewebe geschädigt ist. Nach dem wissenschaftlichen Prinzip der Aktivierung von inaktiven Nervenzellen und der Neuroplastizität ist es dem Forscher zufolge möglich, die Gehirnfunktionen zu modulieren, um einen Sehverlust teilweise zu reparieren. Seine Techniken konzentrieren sich darauf, die natürliche Kraft des Gehirns zu nutzen, um die visuellen Signale zu verstärken, die vom Auge zum Gehirn geleitet und dort verarbeitet werden. So könnten nach Einschätzung von Prof. Sabel auch Menschen mit schlechtem Sehvermögen wieder besser sehen.

Anzeige

Über die Zusammenarbeit von Prof. Bernhard Sabel und Andreas Pflüger, der unter anderem auch Drehbücher für den „Tatort“ geschrieben hat, ist im Online-Magazin des Suhrkamp-Verlages ein Gespräch zwischen den beiden erschienen. Ein zweiter Teil folgt am 20. August 2019.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bernhard Sabel
Institut für Medizinische Psychologie
Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Tel: +49-391-672-1800
Fax: +49-391-672-1803
E-Mail: imp@med.ovgu.de