Gelungene Konferenzpremiere in Berlin: Landscape 2018

Gelungene Konferenzpremiere in Berlin: Landscape 2018

Das Thema Agrarlandschaft ist hochaktuell, denn die Mehrzahl der 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – wie die Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen, die Armutsbekämpfung, oder die Ernährungssicherheit – hängen direkt oder indirekt von der Nutzung agrarisch geprägter Flächen ab.

Prof. Frank Ewert, Wissenschaftlicher Direktor des ZALF und einer der Conference Chairs, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Agrarlandschaftsforschung für die Umsetzung dieser Nachhaltigkeitsziele. „Die zentrale Herausforderung unserer Disziplinen ist die Balance zwischen Ernährungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung durch Steigerung der Produktivität auf der einen Seite und der Anspruch an eine nachhaltige, an den Klimawandel sowie andere Nachhaltigkeitsziele angepasste Landwirtschaft auf der anderen“, so Ewert. „Die Agrarlandschaftsforschung kann und muss hier Brücken bauen: zwischen disziplinären und interdisziplinären Ansätzen, zwischen Anwendungsorientierung und Grundlagenforschung.“ So könne es gelingen, auf Trends wie Digitalisierung, Globalisierung und neue Technologien noch besser zu reagieren, diese zu nutzen sowie den globalen Herausforderungen so noch effizienter zu begegnen.

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Auch Prof. Mark Rounsevell, vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT, IMK-IFU), wies als einer der Conference Chairs auf die zentrale Rolle der Agrarlandschaftsforschung zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele hin: „Wie gelingt die Balance zwischen einzelnen Zielen und wie können Konflikte moderiert werden“, war eine der zentralen Leitfragen seines Vortrags. „Wenn wir etwa Wälder aufforsten um dem Klimawandel zu begegnen und Nutzpflanzen zur Energiegewinnung anbauen, bleibt uns dann genug Fläche für die Lebensmittelproduktion oder den so wichtigen Erhalt der Biodiversität?“, so Rounsevell.

Die Konferenz gliederte sich inhaltlich in drei Parallelsessions: Session I – Landschaftsprozesse, Session II – Landnutzung und -governance sowie Session III Landschaftssynthese und mündete am letzten Vortragstag in eine Abschlussdiskussion.
Yiqi Luo, Professor am Department of Microbiology and Plant Biology der University of Oklahoma, eröffnete den ersten Vortragstag mit einer Key-Note zum Thema „Microbial Modeling and Beyond“.

Sandrine Petit, Research Director am Institut National de la Recherche Agronomique (INRA, UMR Agroecologie), stimmte die Teilnehmen in ihrer Keynote „Landscape, biodiversity and agroecological services“ auf Fachsession II ein.
„Landscape science: the role of models, data and theory” lautete die Keynote am letzten Vortragstag, gehalten von Marcel van Oijen vom Centre for Ecology and Hydrology (CEH).

Am Freitag endete die einwöchige Konferenz mit drei Exkursionen.

„Die Steuerung von Landnutzung im Sinne der Nachhaltigkeitsziele erfordert mehr disziplinübergreifendes Wissen über die Wechselwirkungen von natürlichen und gesellschaftlichen Prozessen und Faktoren, die mit der Nutzung der Landschaft im Zusammenhang stehen. Nur durch eine enge Verzahnung von neuesten grundlagen- und anwendungsorientierten Erkenntnissen aus der disziplinären und interdisziplinären Landschaftsforschung sowie durch den intensiven Austausch mit gesellschaftlichen Akteuren lassen sich tragfähige Maßnahmen und Konzepte zu deren Umsetzung erarbeiten“, fasst Conference Host Prof. Katharina Helming vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in der Schlussdiskussion zusammen. Mit der „Landscape 2018“ will das ZALF hierfür langfristig ein Podium etablieren.

16. März 2018 |Newsticker, Onko-Newsticker|

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